Lieber Trader,
ich schreibe dir das hier vom anderen Ende der Welt aus, weil ich weiß, wie sich der Punkt anfühlt, an dem du gerade stehst.
Ich saß selbst mal da: Vollzeitjob, abends müde vor dem Chart, tausend YouTube-Videos im Kopf, zehn offene Tabs mit Strategien — und trotzdem das Gefühl, im Kreis zu laufen.
Ein grüner Tag, drei rote. Ein System, das eine Woche lang funktioniert und dann plötzlich nicht mehr. Und immer diese leise Frage im Hinterkopf: „Bin ich einfach zu doof dafür?"
Ich habe damals wirklich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Ich habe aus dem Bauch heraus getradet. Ich habe Verluste zurückholen wollen und Positionen vergrößert, wenn sie ins Minus liefen.
Ich habe mein Konto mehr als einmal auf null gefahren. Kurse gekauft, Signalgruppen abonniert, Indikatoren gestapelt, bis der Chart aussah wie ein Weihnachtsbaum. Nichts davon hat funktioniert — weil ich das eigentliche Problem nicht gesehen habe.


